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Tabletoptreff Würzburg

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Dieses Thema hat 19 Antworten
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 Allgemeines
Seiten 1 | 2
Auster Offline

Primarch

Beiträge: 563

04.04.2009 18:00
Skirmish Spiel Zitat · antworten
Hi,
ich spiele schon länger mit dem Gedanken neben Warhammer mal ein anderes System auszuprobieren. Und vorallem mal eine Armee fertig malen ;)
Eigentlich würde ich am liebsten mal ein Skirmish spiel testen. Ich hab mich jetzt schon länger mit Regeln, Miniaturen etc.... verschiedener Systeme beschäftigt, doch das wichtigste sind natürlich Mitspieler. Deswegen werde ich in diesem Thread mal meine Gedanken (für mich selber aber auch für euch), der einzelnen Systeme zusammenfassen.
Ich hab mir mal Helldorado, Alkemy, Arena Deathmatch und Warmachine etwas genauer angeschaut.

Helldorado

Link zum Hersteller: http://helldorado.fr/

Der Handlungs Ort ist recht "kreativ" gewählt. Nämlich die Hölle. Dementsprechend sehen auch einige Miniaturen sehr.... "extrem" aus.
Hier mal ein kurzer Quote einer Zusammenfassung des "Hintergrundes"

Hat es das? Soweit ich es verstehe, spielt die Handlung im 30-jährigen Krieg. Beim fröhlichen Magdeburg-Kaputthauen haben die kaiserlichen Truppen bemerkt, daß es unter der Stadt seltsame Portale gibt, die direkt in die Hölle führen. Nun zieht es abendländische Abenteurertrupps in eben diese, wo schon die Dämonen selbst lauern, die ihre Heimat natürlich verteidigen wollen, und die Egares, ehemalige Sklaven der Dämonen, die sich losgesagt haben. Außerdem stellen die erstaunten Christen fest, daß sich die ottomanischen Muselmanen schon seit einiger Zeit in der Unterwelt herumtreiben, auf der Suche nach der Himmelspforte.

Wenn dir der Hintergrund einigermaßen Banane vorkommt, so liegt das nicht an dir. Er ist es.


Trotzdem denke ich, dass es im großén und ganzen fast die derzeit schönsten Miniaturen Herstellt.
Man sollte sich nur mal die neuen Immortals anschauen:


Die Modelle sind soweit ich weiß im 28mm also WH Maasstab

Spieldauer ist angeblich so zwischen 30-60 Minuten also eigentlich sehr kurz.
Benötigte Miniaturen: Zwischen 5-10 je nach Fraktion
Die Miniaturen sind alle aus Zinn
Ein Spielbericht kann man mal hier sehen:http://tabletopwelt.de/forum/showthread.php?t=99431

Das Spiel wird nicht wie bei Warhammer abewechselnd gespielt, d.h erst macht der eine seinen Kompletten Zug danach er andere, sondern es werden abwechselnd Einheiten aktiviert


Was spricht dann noch gegen das Spiel?
Zwei sehr sehr elemtare Sachen, zum einen hat Asmondee (derzeitiger Vertreiber des Spieles), das Spiel eingestellt , weil es sich eher auf Brettspiele konzentrieren will.
Derzeit wird nach einem neuen Vertrieb gesucht, bzw. auch schon miteinander Verhandelt.

Das zweite größere Problem ist, dass es das ganze Spiel nahezu nur auf Französisch gibt. Das Grundregelwerk (allerdings ohne die angeblich sehr interessanten Geländeregeln) ist inzwischen auf Englisch übersetzt worden und downloadbar. Jedoch ist dies das Spiel mit dem ich mich bisher am wenigsten Regeltechnisch befasst habe, da die Zukunft von Helldorado noch in den Sternen steht. Jedoch hab ich inzwischen eine Deutsche-Fan übersetzung gefunden.

Ich denke bei diesem System sollte man erstmal abwarten, wer neuer Vertrieb wird und ob es dann einen besseren deutschen/englischen Support gibt

So das war erstmal das erste System, mal schauen, wie weit ich heute noch komme. Interessenten, bzw. Feedback währe ganz nett, falls es überhaupt jemanden interessiert ;). Falls nicht ists mir auch egal, dann schreib ichs für mich zusammen
Sarana Offline

Der Todesbote


Beiträge: 1.240

04.04.2009 19:10
#2 RE: Skirmish Spiel Zitat · antworten

Wie wäre es mit dem Alkemy was wir in AB angeschaut haben ? Das hat sich doch auch ganz interessant angehört

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"Möge das Licht brennender Ketzer Euren Pfad durch die Dunkelheit erleuchten!" Bruder Vertra, Kompaniemeister der zweiten Clankompanie der Storm Dragons

Armeeaufbau - Storm Dragons, 356. Orden der Space Marines

Auster Offline

Primarch

Beiträge: 563

04.04.2009 19:15
#3 RE: Skirmish Spiel Zitat · antworten

Zu Alkemy komme ich noch, ist auf jeden Fall interessant und steht bei mir in der engeren Auswahl, hat aber auch ein paar Nachteile

Sarana Offline

Der Todesbote


Beiträge: 1.240

05.04.2009 08:13
#4 RE: Skirmish Spiel Zitat · antworten
Ich habe hier mal einen Link zur deutschen Alkemy Seite mit einer Kurzen Einfürung ins Spiel

Deutsche Alkemy Seite

Das Spiel wird, wie in Skirmish Systemen üblich, auch mit ca 8-12 Figuren gespielt.
Preislich liegt man damit bei ca 50-80 Euro.
Wie bei Helldorado werden auch hier die Figurn abwechselnd aktiviert.
Das Spiel verwendet spezielle Wüerfel und Spielekarten die sind bei den Miniaturen dabei.
Momentan gibt es die nur auf französisch, es gibt aber alles auf Deutsch kostenlos zum download.

Deutsche Alkemy Downloads

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Auster Offline

Primarch

Beiträge: 563

05.04.2009 10:50
#5 RE: Skirmish Spiel Zitat · antworten
Da der Martin schon mit Alkemy angefangen hat, schreib ich auch gleich mal meine Gedanken dazu.

Alkemy ist ein noch recht junges Spiel, welches gerade mal ein gutes Jahr auf dem Markt ist.
Es spielt in einer Fantasy/asiatisch angehauchten Welt und es gibt 4 Fraktionen. Das schöne daran ist, dass sie nichts mit der Warhammer Welt zu tun haben.
Khailmanen sind Katzen menschen, schnell und können im Nahkampf gut Ausweichen.

Nationen der Auroloks sind indianisch/ schamanistisch angehauchte Kröten, Wölfe etc...... Sehr vielfältig , wobei die Modelle häufig Spezialisten sind

Die Nation der Avalons, sind leicht mutierte Menschen. Hau drauf Volk ;)

Und noch die Jade welche asiatische Kämpfer sind. Sie machen nicht so viel Schaden haben aber mehr Fertigkeiten


Die Bilder entsprechen immer den Startboxen mit denen man schon gut kleine Spiele machen kann. Die Starteboxen enthalten fast alles (bis auf die deutschen Regeln), was man zum spielen benötigt. Derzeit gibt es für jedes Volk 4 Erweiterungsboxen, bei Alkemy werden die Modellreihen immer in sogenannten Wellen veröffentlich, so dass jedes Volk eine neue Box bekommt.
Pro Jahr gibt es also so zwischen 3-5 neue Boxen für jedes Volk, was ich eignetlich sehr ansprechend finde, da man so nicht auf einmal viel kaufen muss und sich die investitionen pro Volk in Grenzen halten.
Die Modelle sind alle aus Plastik und sehr detalliert modelliert. Was ich hier auch sehr schön finde ist, dass es auf der Kraken-Seite eine Veröffentlichungvorschau für die nächsten 5-6 Waves gibt. Dazu sind noch Splitterfraktionen und 4 weitere Völker geplant.
Kraken lässt sich aber mit der Veröffentlichung von Sachen Zeit, damit sie sich nicht übernehmen oder Kredite aufnehmen müssen, dadurch ist das System aber recht stabil.

Schön ist eben auch,dass es einen deutschen Support bzw. englische Karten gibt. Die Einführungsseite von Kraken ist eigentlich recht gut gemacht bietet einen schönen Einblick in das Spiel. Dabei sollte man sich vorallem mal die Kampfkarten und das D3 System anschauen welche ich sehr interessant finde.

Eindrücke von Spielern:
- Alkemy kann UNHEIMLICH taktisch werden. Ich hatte ein Spiel, wo ich zwar übel verdroschen worden bin, aber das Szenario grade noch so an mich reissen konnte.
- Der Funfaktor steigt nochmal an wenn an die 10 Figuren pro Seite auf dem Tisch stehen.
- Multigefechte sind ohne irgendwelche Probleme spielbar dank dem Spielsystem.
- Helden sind keine unsterblichen Übereinheiten wie in anderen Systemen

Man kann sich auch mal den Architekt auf der Seite anschauen, das ist quasi ein Armybuilder für die einzelnen Völker. Damit kann man ganz nett rumexperimentieren und sich die einzelnen Modelle genauer anschauen

Nachteil sind dei doch teilweiße recht happigen Preise für die Addon Boxen. 2-3 Plastik Modelle für 14 € ist natürlich ein Wort wobei, man auch hier sagen muss die Figuren sind in etwa so filigran und detalliert wie GW Metall Minis und man braucht nicht so viele Modelle
Auster Offline

Primarch

Beiträge: 563

06.04.2009 09:40
#6 RE: Skirmish Spiel Zitat · antworten

So dann mal Warmachine/Hordes

Alle Modelle sind aus Zinn
Die Seite: http://www.privateerpress.com/

Was ist das überhaupt?
Warmachine und Hordes sind zwei TableTop-Spiele vom amerikanischen Hersteller Privateer Press, die miteinander kombinierbar sind. Beides sind Skirmishspiele im 30mm Maßstab, also geringfügig größer als GW-Minis. Die gängige Turniergröße (500-750 Punkte) entspricht ungefähr 300-500 Punkten bei 40k, was die Modellanzahl angeht - es stehen also in der Regel etwa 10 bis 40 Modelle pro Spieler auf dem Tisch.

Wie groß sind die Miniaturen?
Maßstab 30mm, d.h. etwas größer als WHFB-Infantrie (je nach Modell etwa ein halber bis ein ganzer Kopf).

Zwei verschiedene Systeme?
Zwar handelt es sich nominell um zwei Spiele, aber im Grunde ist es nur ein System. Der Hauptunterschied besteht im Hintergrund der Fraktionen - bei Warmachine sind es hauptsächlich Menschen und Maschinen, bei Hordes Monster und allerlei High-Fantasy-Personal.
Das schlägt sich auch in den Regeln nieder, aber diese Unterschiede sind marginal. Daher lassen sich Hordes-Armeen problemlos gegen Warmachine-Streitkräfte ins Feld führen. Beide Grundbücher (Prime für Warmachine und Primal für Hordes) enthalten die kompletten Grundregeln, so daß man sich als Einsteiger direkt für das passende Spiel entscheiden kann.

Worum geht es?
Beide Spiele sind in den Iron Kingdoms angesiedelt, einer Region im Westen des Kontinents Immoren. Die menschlichen Nationen, Cygnar, Khador und das Protectorate of Menoth, liegen im Dauerklinsch und müssen sich zu allem Überfluß auch noch mit den Untoten und Piraten aus Cryx herumschlagen. Und aktuell bewegt sich auch noch eine gewaltige Armee der Skorne aus dem Osten des Kontinents gegen die Iron Kingdoms und aus dem hohen Norden schleichen bleiche Elfen und Drachenkinder der Legion of Everblight nach Süden. Schließlich gibt es im Innern der Menschenreiche noch größere Populationen von Trollen und Zirkel mysteriöser Druiden, die immer aktiver in die Kriege eingreifen.
Wie bei den GW-Systemen liegt die bekannte Welt also in (vorerst) endlosem Krieg und bietet ausreichend Gelegenheit zur Auszeichnung für aufstrebende Generäle.
Diese Generäle sind bei Warmachine Warcaster, bei Hordes Warlocks. Beide sind vor allem mächtige Zauberer, die die Armeen ihrer Nationen befehligen. Ihre herausstechendste Fähigkeit ist die besondere Synergie mit ihren Truppen - Warcaster lenken riesige Battlemech-artige, dampfgetriebene Stahlkolosse, sogenannte Warjacks, in die Schlacht, während Warlocks sich auf die gefährlichsten Monster Immorens, Warbeasts genannt, verlassen.

Wie funktionieren die Regeln?
In Regeln umgesetzt bedeutet oben gesagtes, daß jeder Spieler einen Warcaster (Warmachine) oder Warlock (Hordes) und dessen Truppen (Battlegroup bzw. Warpack genannt) in den Kampf führt. Dieser Charakter - kein namenloser Held wie bei GW, sondern eine Persönlichkeit ähnlich den Besonderen Charaktermodellen bei Warhammer - verfügt immer über eine Handvoll Zauber und eine bestimmte Anzahl an „Energie“ (Bei Warmachine Focus, bei Hordes Fury), die er für eben diese Zauber verwenden kann. Außerdem kann er seinen Focus zur Verstärkung seiner Warjacks bzw. seinen Fury zur Verstärkung seiner Warbeasts einsetzen (zB kann er ihnen zusätzliche Attacken ermöglichen oder ihren Schaden erhöhen).
Wie bei Warhammer läuft das Spiel nach dem „Your go, my go“-Prinzip ab, d.h. die Spieler ziehen abwechselnd ihre komplette Armee. Der große Unterschied ist, daß es keine Phasen gibt. Stattdessen kann die Einheit, die gerade aktiviert wird, sich bewegen, schießen, zaubern und/oder in den Nahkampf gehen, bevor die nächste Einheit an die Reihe kommt.
Eine Besonderheit des Systems ist, daß Warjacks bzw. Warbeasts unterschiedliche Damagegrids haben - dadurch halten sie wesentlich mehr aus als Infantrie, und abhängig davon, wo im Grid sie ihren Schaden bekommen, können sie verschiedene Systeme bzw. Aspekte verlieren. Ein Warjack etwa kann seinen linken Arm und damit die daran montierte Waffe zerstört bekommen, aber trotzdem noch mit seinen restlichen Systemen weiterkämpfen. Ein Warbeast kann hingegen zB seinen Body-Aspekt verlieren, wodurch es in der Folge weniger Schaden verursacht.
Neben Warjacks/Warbeasts in verschiedenen Größen und Warcastern/Warlocks gibt es noch Einzelmodelle („Solos“) und Einheiten in Skirmish-Formation.

Warum so viele Regelbücher? Wo sind die Armeebücher?
Bei Warmachine bzw. Hordes enthält das Grundregelbuch sämtliche Werte und Hintergrundinfos für alle Einheiten aller Fraktionen. Dazu erscheinen im Ein-Jahres-Takt Erweiterungen zu beiden Spielen, die neue Einheiten wiederum für alle Fraktionen des jeweiligen Spieles enthalten. Bisher erschienen sind:

Warmachine
(Cygnar, Khador, Menoth, Cryx, Mercenaries)
Prime Remix Grundregelwerk (Achtung: Finger weg vom Prime ohne den Remix-Zusatz!)
-je 3 Warcaster, 5 Warjacks, 5 Infantrie-Einheiten und 1 Solo sowie 4 Söldnereinheiten
Escalation
-je 1 Warcaster, 3 Warjacks und 5 Einheiten/Solos/Attachments sowie einige Söldnerinheiten inkl. 2 Söldner-Warcastern
Apotheosis
-je 2 Warcaster, 2 Epic Warcaster und 1 Warjack
Superiority
-je 1 Epic Warcaster, 1 Kavallerieeinheit, 2 Warjacks*, 2 Infantrieeinheiten sowie einige Unit Attachments und Solos. (* Khador nur 1 Warjack, dafür 1 Weapon Crew Einheit)
Pirates of the Broken Coast
-Piraten als Mercenary-Fraktion
Legends
-je 1 Warcaster, 1 Epic Warcaster, 1 Warcasterattachment (außer Cryx), 2 Units, 1 alliierte Unit + Unit Attachment, 2 Character Warjacks, 1 Kavalleriesolo (Khador 2) und ein wenig mehr, das von Fraktion zu Fraktion unterschiedlich ist

Hordes
(Trollbloods, Circle Orboros, Skorne, Legion of Everblight)
Primal Grundregelwerk
-je 3 Warlocks, 5 Warbeasts, 5 Infantrie-Einheiten und 1 Solo sowie 4 Söldnereinheiten
Evolution
-je 2 Warlocks, 3 Warbeasts, 1 Kavallerie-Einheit, 1-3 Infantrie-Einheiten und 2-4 Solos/Attachments sowie 5 Söldnereinheiten
Metamorphosis
-je 1 Warlock, 2 Epic Warlocks und mehr

Wie teuer ist das Ganze?
Das hängt davon ab, wovon man ausgeht: Eine spielbare und durchaus turnierfähige Armee ist schon für rund 100€ zu haben, kann aber, je nach Fraktion, auch mehr kosten. Da man in der Regel mehr Variationsmöglichkeiten will, ist der Gesamtbetrag nach oben offen. Für eine brauchbare Auswahl an Möglichkeiten sollte man 200€+ kalkulieren.
Die einzelnen Miniaturen sind fast ausnahmslos aus Metall. Infantrie kostet größtenteils zwischen 20 und 40€ für die Mindestgröße (6 Modelle), Warjacks und Warbeasts je nach Größe zwischen 15€ und 45€.

Strategie und Taktik
Kurze Anmerkung: Die beiden Begriffe werden hier im Board gerne durcheinander geworfen oder synonym verwendet. Strategie ist das Globale, also die Planung und der grundlegende Ansatz für ein militärisches „Problem“ - übersetzt auf den Spieltisch heißt das: Schreiben von Armeelisten und Entwerfen eines Schlachtplanes. Taktik ist der konkrete Einzelfall in der Praxis, etwa die Entscheidung eines Truppführers - d.h. für uns, die Entscheidungen, die für die einzelnen Truppen in bestimmten Situationen während des Spiels zu treffen sind.
Strategisch ist Warmachine/Hordes verglichen mit Warhammer deutlich weniger herausfordernd. Das Schreiben der Armeeliste ist kaum eine Herausforderung, da fast alle Einheiten bzw. Konzepte gegen fast alle Gegner bestehen können. Es ist also viel mehr möglich als bei WHFB, wo die Listen schon eine wichtige Vorentscheidung treffen, bevor man überhaupt anfängt zu spielen. Außerdem gibt es keine einzige Waffe, die im ersten Spielzug schon ernsthaft einen Gegner bedrohen könnte, wodurch ein Schlachtplan an Bedeutung verliert.
Dafür ist es taktisch mindestens genauso herausfordernd, mMn sogar wesentlich anspruchsvoller. Skirmishspiele haben mit der Taktik oft ihre Probleme, weil die Flexibilität der Truppen der Bewegungsphase ihren Reiz nimmt. Privateer Press hat das Problem gelöst, indem
a) Fernkampfwaffen sehr begrenzte Reichweiten haben (meist um die 10 Zoll)
b) Fernkampf niemals spielentscheidend sein kann(!), sondern nur unterstützend
c) der Angreifer bevorzugt wird - d.h., wer angreift, schlägt den Angegriffenen meist in einer Runde zu Klump
Diese drei Punkte zwingen dazu, sich äußerst vorsichtig zu bewegen - bewegen, weil man nur im Nahkampf gewinnen kann, vorsichtig, weil jeder Fehler gleich bestraft wird.
Außerdem baut Warmachine/Hordes extrem auf Combos - es läßt sich mit CCGs wie Magic vergleichen, bei denen der gewinnt, der seine Möglichkeiten am besten kombiniert; dankenswerterweise fehlt hier aber der Glücksaspekt, der bei jedem CCG zum Tragen kommt. Es kommt also mehr als bei anderen Tabletops darauf an, die eigenen Truppen und die des Gegners genau zu kennen, um Combos effektiv einsetzen bzw. abwehren zu können. Eine einzige gelungene Combo ist sehr oft spielentscheidend!
Also: Strategisch höchstens Durchschnitt, taktisch meisterhaft!

Welche Fraktionen gibt es?
Derzeit gibt es 8 Fraktionen sowie die Söldner (Mercenaries), die als eigene Fraktion spielbar sind, dabei aber zu inhomogen als dass man sinnvoll Stärken und Schwächen auflisten könnte.

Warmachine
Cryx
Cryx ist ein Inselreich im Westen des Kontinents, das vom Drachenvater Toruk, dem mächtigsten lebenden Wesen Immorens beherrscht wird. Dieser setzt auf Nekromantie, um seine Armeen zu füllen. So gibt es unzählige untote Truppen und aus organischem wie meschanichem Material zusammengeflickte Warjacks. Dazu kommen die Satyxis, Piratenbräute mit ganz wenig Klamotten am Leib.


Cygnar
Cygnar ist das ressourcenreichste und vormals mächtigste Königreich in den Iron Kingdoms. Zentral gelegen, ist es der Hauptschauplatz des tobenden Krieges und wird von allen Richtungen aus bedroht. Die von König Leto Raelthorn regierte Nation hat die vielseitigsten Streitkräfte - besonders hervor stechen ihre guten Fernkämpfer und ihre teilweise mit Elektrizität statt Dampfkraft getriebenen Warjacks.

Khador
Khador ist das nördlichste der Königreiche. Wie an der roten Farbe ihrer Truppen zu erkennen, ist es an die Sowjetunion (aber auch das russische Zarenreich) angelehnt. Die derzeitige Herrscherin Königin Ayn Vanar XI hat sich erst kürzlich zur Imperatorin ausgerufen und versucht verbissen, die benachbarten Ländereien zu unterwerfen. Die Armee besteht aus dickgepanzerten Truppen, die hart, aber wenig subtil zuschlagen.


Protectorate of Menoth
Das Protectorate hat sich vor einigen Jahren von Cygnar abgespalten und führt Krieg um die eigene Unabhängigkeit. Genau genommen geht es aber um mehr - die Menithen verehren den Schöpfergott Menoth und sind in ihrem religiösen Eifer und heiligen Zorn mit Feuer und Schwert (aber hauptsächlich Feuer...) hinter allen Ungläubigen her. Zu neuem Elan angetrieben hat sie der Harbinger, eine junge, hübsche, weibliche Messiasfigur. Die Streitkräfte des Protektorats bestehen daher oft aus Horden gläubiger Infantristen.

Hordes

Circle Orboros
Die Druiden des Circle Orboros verstehen sich als Caen-seitige Kämpfer des in Urcaen weilenden Devourer Wurms, der wiederum einen Teilaspekt Orboros' darstellt, einem Gott des Chaos und der rohen, brutalen Gewalt der Natur. Zu diesem Zwecke folgen sie einem von drei Pfaden: Der Beherrschung des Gesteins - der Knochen Orboros' -, des Windes - der Atem Orboros' - oder der Warbeasts - die Klauen und Mäuler Orboros'. Dementsprechend stehen den Druiden für ihren Kampf die wilden Beasts Immorens und die Elemente zur Verfügung. Außerdem zählen sie weit weniger zivilisierte Verehrer des Devourer Wurms wie die Tharn zu ihren Verbündeten.


Legion of Everblight
Everblight ist einer der Sprößlinge des Drachenvaters Toruk und setzt derzeit alles daran, mächtiger als sein Vater zu werden, um ihn vernichten und sich damit endgültig befreien zu können. Zu diesem Zwecke hat er die Elfen von Nyss und einige Ogrunstämme unterworfen und korumpiert. Diesen Sterblichen zur Seite stehen alptraumhafte, groteske Monster, die die Essenz Everblights selbst verkörpern.

Skorne
Die Skorne sind ein kriegerisches Volk aus dem fernen Osten Immorens. Geeint durch Vinter Raelthorne, den vormaligen König Cygnars und Bruder des derzeitigen Monarchen, den sie für einen "im Fleisch eines Fremden" wiedergeborenen Ahnen halten, ziehen sie nun gegen die Reiche im Westen, um ganz Immoren unter ihre Herrschaft zu zwingen. Zwei charakteristische Eigenheiten zeichnen die Skorne aus: Sie verehren ihre Ahnen und bewahren die Seelen ihrer größten Krieger in Obsidiansteinen auf, die vielfachen Zwecken, sogar der Kriegsführung, dienen. Außerdem haben die Skorne seit alters her großes Interesse an der Funktionsweise lebendiger Körper. Dies hat zur Herausbildung dreier Künste geführt: Der Chirurgery - pri