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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 385 mal aufgerufen
 WHF Kampagne 2008 - Die Grenzgrafschaften
Tolarian Drake ( gelöscht )
Beiträge:

08.04.2008 22:57
Das Zusammentreffen der Finsternis Zitat · antworten

Das hier wird Lazarus und mein Kampagnenthread indem wir unsere Treffen schildern, wenns geht nicht dazwischen posten

Es war Mitternacht, und der Mond stand hoch am Himmel, als die 5 Reiter das aus großen Felsen geschlagene Tor zu jener alten Bergfeste durchquerten, zu welcher sich Eric von Carstein 2 Nächte zuvor aufgemacht hatte. Das einstmals schwere hölzerne Tor war aus den Angeln gehoben, und von Rost und Verfall gezeichnet. Steine lagen auf dem Weg und auch an der gotischen Feste selbst hatte augenscheinlich der Zahn der Zeit genagt. Krähen kreisten um die Türme, und pickten hier und da an den Knochen und der Kleidung von längst verstorbenen Kriegern.
Eric hielt seinen Nachtmahr vor einer großen Treppe an, und stieg ab. Er erklomm die vielen breiten Stufen, auf denen die Überreste von alten Wachen lagen. Der eisige Wind des Gebirges fuhr ihm durch das Haar, als er das große, noch unversehrte Tor erreichte.
Der Türgriff glich einer großen Fledermausfratze durch deren Nase ein Ringe getrieben war. Eric klopfte mit Nachdruck, und rief: "Öffne deine Tore Bruder, deinesgleichen kommen um deine Hilfe zu ersuchen"
Das Echo seiner Stimme war weit zu hören, und schreckte die Krähen auf, Eric wartete

Lazarus ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2008 16:54
#2 RE: Das Zusammentreffen der Finsternis Zitat · antworten



Als das Echo der Stimme verklungen wahr passierte nichts.
Der Wind heulte einsam in den Bergen und ein leichter Graupelschauer fiel vom harten, grauen Himmel. Von einem abseits liegenden, alten Torbogen aus dem das Holz schon lange verblichen wahr, erhob sich eine Krähe mit kräftigen Flügelschlägen in den Wind. Von den mannshohen Zinnen erhoben sich zwei weitere Krähen. Aus einem Turm, der weit oben aus der Bergwand ragte, flatterten mehrere Krähen aus einem fensterlosen Loch.
Gemächlich kreisten versammelten sie sich mit gleitenden Zügen zu einem Schwarm und zogen im Graupel und Wind ihre Kreise.
Die Ruinen lagen noch immer ohne Regung da. Nichts bewegte sich und die ganze Welt schien einfach ihren Lauf nehmen zu wollen, ohne auch nur kleinste Notiz von Gestalten zu nehmen, die sich vor der dem Tor versammelt hatten.
Die Reiter in die saßen auf ihren knöchernen Pferden, die noch mit den Fetzen ihrer alten Schabracken behängt waren. Sie starrten unter ihren verrosteten Helmen mit ewig wachsamen Augen in die Richtung, die man ihnen befohlen hatte. Ihre alten Speere, senkrecht in die Höhe gereckt, hielten sie starr Stellung und der Graupel legte sich auf sie nieder.
Eric von Carstein starrte auf das Tor. Es bewegte sich nicht.
Eine dicke Schicht aus Eis und Schnee lag an der Schwelle und hielt das Tor in festem Griff. Der Eiszapfen, der an dem verrosteten Türring hing und nun auf dem Boden lag, war das einzige Zeichen dafür, dass sich hier seit Jahrhunderten überhaupt etwas bewegt hatte.
Eine Krähe senkte Ihren Flug. Langsam schwebte sie hernieder und setze sich mit einem trockenen krächzen auf den Helm einer der Reiter.
Eric von Carstein starrte hingegen weiter auf das Tor. Es bewegte sich immer noch nicht.

Die Krähe pickte mit ihrem Schnabel auf dem Helm herum: Pick, Pick, Pick .... PickPick Pick ... Pick ... Pick
Das einzige Geräusch neben dem Wind...

Eric von Carstein starrte immer noch auf das Tor. Denn die Toten haben die Zeit vergessen und ein Warten gibt es nur auf das Ende der Welt.

Das Eis an der Torschwelle brach mit einem lauten Knacken und wurde langsam nach vorne geschoben, als das Tor eine dunkle Halle freigab in der die Schwärze lauerte, wie eine verhungerte, grimmige Bestie.

Der Wind heulte auf, wirbelte etwas Schnee auf blies ihn in die schwarze Öffnung, in der sich nichts regte. Die Krähe setze einen Kleks auf den verrotteten Helmbusch des knöchrigen Reiters und flog hastig davon.

Im Dunkel hatte sich etwas geregt. Eine Präsenz war zu spüren. Etwas war dort drinnen. Etwas starrte zurück.
Das leise klicken von gepanzerten Stiefeln tönte vom grauen Boden wider. Eine schlanke, hohe Gestalt schälte sich aus der Dunkelheit und blieb im dämmrigen Zwielicht des Mondes stehen. Gerade so, dass man nur die Konturen der schweren Rüstung wahrnehmen konnte.

Der Wind war indessen verstummt und nicht einmal mehr die Krähen waren zu hören.

Mit einem scharfen, eisigen, schneidenden Klang zog die Gestalt ein langes Schwert aus der Scheide, hielt die Spitze auf Eric von Carstein und sprach mit der dunklen, volltönenden Stimme eines Mannes in den mittleren Jahren:

„ Du hast großen Mut hier, vor meinen Toren, zu erscheinen, Carstein. Was macht dich so sicher, dass ich dich nicht hier und jetzt wie ein trockenes Stück Pergament in der Luft zerreiße? Was macht dich so sicher? “

Tolarian Drake ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2008 19:44
#3 RE: Das Zusammentreffen der Finsternis Zitat · antworten

Eric ließ den eisigen Hauch des Todes verwehen, und blickte starr durch die Schlitze des Helms.

Die Zeit tropfte vor sich hin, leise war das Knirschen von Wagenrädern auf der unebenen Straße zu hören, was die Krähen auf den Reitern erneut aufscheuchte.

Eric öffnete das Visier seines Helms und erhob seinen roten Panzerhandschuh und fasste sanft das Schwert. Ein siegesgewisses Lächeln zierte sein Gesicht. Keine Furcht, Kein Zweifel.

Weil ihr mich braucht, ... Lazarus, Schlächter von Thessalien, Mörder von Tausend, der Blutsäufer.

Eric ging einen Schritt nach vorne, und lenkte das Schwert ganz beiläufig zur Seite.

Er fühlte, wie sein Gegenüber sich erinnerte, wie ihm die Namen gut taten, jedoch mittlerweile nur noch ein Schatten in den Gedanken der Sterblichen.

Doch die Toten kennen kein vergessen, wie der eisige Fels, unerbittlich und ewig.

Das Knirschen der Wagenräder kam näher, den Weg zur Burg herauf, quälte sich eine reich verzierte Kutsche. 2 prächtige Rösser zogen den Wagen, angestrengt vom langen steilen Weg, mit Schaum vor dem Maul.
Die Kutsche selbst war mit Laternen behangen und mit Gold und Silber verkleidet. Und auf der Tür war das Zeichen der Lilie zu erkennen.
Das innere der Kutsche war mit roten samtenen Vorhängen verdeckt, sodass man nicht hinein sehen konnte.
Die Kutsche hielt direkt vor der Treppe an, in der Nähe der Reiter.

Erst jetzt, als der Graupel auf die stillstehende Kutsche fiel, bemerkte man, dass der Kutschbock bis auf einen Blutfleck...leer war.

Ihr müsst hungrig sein, nach all den Jahren. sagte Eric bestimmt.

Er ließ die Klinge los und schritt in die Dunkle Halle, er nahm seinen roten Helm ab und breitete seine Arme aus, sodass sein Mantel von seinen Schultern fiel.

Feuer entflammte an lang erloschenen Fackeln und erleuchtete spärlich den Raum.

Ein alter Tisch, lag wie eine Barrikade im Raum, Eric stellte ihn auf und wischte etwas den Staub von ihm.

Er blickte auf Lazarus, welcher sich zu ihm umgedreht hatte, und ihn musterte, bereit loszuschlagen.

Ich habe euch ein Geschenk mitgebracht, ich denke ihr werdet es zu würdigen wissen.

Die Tür der Kutsche öffnete sich.

Auf Erics Gesicht lag eine Grimasse der Gier, und der Freude.

Ein schmaler Fuß, mit nicht viel mehr als einer Pantoffel bekleidet schälte sich aus der Kutsche.
Eine junge Frau, nicht einmal 17 Sonnenläufe jung, mit langem schwarzen Haar, und einem makellos schönen Gesicht, trat auf den von Graupel, Eis und Schnee bedeckten Boden.
Wie in Trance stieg sie die Treppen hinauf, wobei ihr blaues Kleid, das von einer goldenen Corsage gekürt wurde, vom schmutzigen Schnee verschmutze.

Blaues Blut, mein Bruder. Eric war nun wieder zu Lazarus getreten, und beobachtete das Schauspiel Süß und Rein, wahrscheinich das beste was die Grafschaften zu bieten haben. Er stieß ein finsteres Lachen aus.

Die junge Frau trat in die Halle ein, das leise Tappen ihrer Füße auf dem kalten Stein warf ein unheilvolles Echo.
Eric und Lazarus verfolgten ihren Gang

Vor dem Tisch blieb sie stehen, und wie von Geisterhand, fiel ihr Kleid zu boden, und gab ihren schlanken, wunderschönen Körper preiß.

Sie legte sich auf den Tisch, und schloss die Augen.

Für euch, Lazarus. Aber seid sanftmütig Erics Augen schienen zu glitzern

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